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Lebensbereiche

Alltag

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Aktualisiert (Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 12:37 Uhr) Geschrieben von: Dagmar Edelmann Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 14:24 Uhr

Feste Regeln

Feste Regeln sind bei ADHS-Kindern unerläßlich. Ohne strukturierte Abläufe sind die ADHS-Kinder und auch die Eltern überfordert. Man sollte für den kompletten Tagesablauf einen Zeitplan entwickeln, aber Toleranzen einbauen, die dadurch Zeitdruck und Hektik vermeiden. Ein Auflaufen lassen von Aufgaben ist inkonsequent und führt zur Überforderung an späterer Stelle. Die Kontrolle zu erledigender Aufgaben und Pflichten beim ADHS-Kind ist sehr wichtig. Ein zu frühes Einfordern von Selbstständigkeit überfordert das ADHS-Kind. Häufig führt ein Punkte-Plan, mit dem sich das Kind kurz- oder langfristige Belohnungen "erarbeiten" kann, zur Unterstützung im positiven Verhalten.

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Freizeit

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Aktualisiert (Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 12:38 Uhr) Geschrieben von: Dagmar Edelmann Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 14:23 Uhr

Kontrollierter Fernseh- und Computerkonsum

Die empfindlichen, reizoffenen ADHS-KInder sind besonders überfordert mit der schnellen Bildabfolge beim Fernseh- und Computerkonsum. Sie nehmen gefühlsmäßig stark am Geschehen teil und sind auch dadurch schnell erschöpft und noch gereizter. Eine strikte Absprache wieviel Konsum und zu welchen Zeiten ferngesehen und am PC gespielt werden darf (z.B. nicht zu kurz vor dem schlafen gehen) ist sehr wichtig.

Entspannung

Kinder brauchen, gerade aufgrund des teilweise vorhandenen Überangebotes an Freizeitgestaltung, die Möglichkeit selbst Spielideen zu entwickeln und einfach mal alleine zu spielen. Phasen von Langeweile sollte man mit kleineren Anregungen ("kannst Du nicht mal wieder Lego spielen etc.") versuchen zu überbrücken. Alle Menschen brauchen aber auch "langweilige" Ruhephasen. Es muß nicht immer bespielt werden und Programm geboten werden. Eine weitere Möglichkeit Entspannungszeiten zu schaffen ist das Erlernen von Techniken wie autogenes Training oder z.B. Yoga für Kinder. Sogenannte Entspannungstherapeuten helfen dabei. Auch gibt es Entspannungsmassagen für Kinder, die auch die Eltern erlernen können. Wichtig ist der konkrete Einbau dieser Entspannungsphasen im Alltag z.B. vor den Hausaufgaben oder am Abend vor dem Einschlafen. Auch einfach nur mit den Eltern kuscheln oder erzählen am Abend vor dem Einschlafen hillft zu entspannen.

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Schule

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Aktualisiert (Dienstag, den 12. Februar 2013 um 15:18 Uhr) Geschrieben von: Dagmar Edelmann Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 14:23 Uhr

Lehrer

Der Kontakt der Eltern zum Lehrer ist enorm wichtig. Ein Herunterspielen bzw. Verschweigen der Problematik oder Herunterspielen der Probleme führt zu gar nichts. Ein offenes Wort hilft sowohl dem Lehrer als auch den Eltern. Beide Seiten fühlen sich nicht mehr alleine und hilflos. Die Möglichkeit gemeinsam nach Lösungen zu suchen und auch zu finden, ist damit gegeben. Es sollte permanent darauf geachtet werden, daß Lehrer und Eltern sich abstimmen. Die Kontrolle des Kindes und damit auch die Hilfe für das Kind sind sehr wichtig. Gerade ADHS-Kinder haben oft eine extreme "Schulunlust", die dazu führt, dass sie versuchen zu "tricksen" ("ich habe keine Hausaufaufgaben auf, ich habe mein Buch vergessen etc."). Hier ist die Absprache zwischen Eltern und Lehrer einfach erforderlich. Die Idealsituation ist gegeben, wenn der Lehrer das Kind tatsächlich mag und daher auch bereit ist ihm weiterzuhelfen. Informationsmaterial, daß auch die Eltern dem Lehrer zur Verfügung stellen können, wird die Beziehung zum Kind verbessern. Man darf nicht vergessen, daß ein ADHS-Kind zusätzlich zu 20 bis 25 weiteren Kindern, die er auch ausreichend betreuen muß, eine enorme Kraftanstrengung bedeutet.

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