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Freizeit

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Kontrollierter Fernseh- und Computerkonsum

Die empfindlichen, reizoffenen ADHS-KInder sind besonders überfordert mit der schnellen Bildabfolge beim Fernseh- und Computerkonsum. Sie nehmen gefühlsmäßig stark am Geschehen teil und sind auch dadurch schnell erschöpft und noch gereizter. Eine strikte Absprache wieviel Konsum und zu welchen Zeiten ferngesehen und am PC gespielt werden darf (z.B. nicht zu kurz vor dem schlafen gehen) ist sehr wichtig.

Entspannung

Kinder brauchen, gerade aufgrund des teilweise vorhandenen Überangebotes an Freizeitgestaltung, die Möglichkeit selbst Spielideen zu entwickeln und einfach mal alleine zu spielen. Phasen von Langeweile sollte man mit kleineren Anregungen ("kannst Du nicht mal wieder Lego spielen etc.") versuchen zu überbrücken. Alle Menschen brauchen aber auch "langweilige" Ruhephasen. Es muß nicht immer bespielt werden und Programm geboten werden. Eine weitere Möglichkeit Entspannungszeiten zu schaffen ist das Erlernen von Techniken wie autogenes Training oder z.B. Yoga für Kinder. Sogenannte Entspannungstherapeuten helfen dabei. Auch gibt es Entspannungsmassagen für Kinder, die auch die Eltern erlernen können. Wichtig ist der konkrete Einbau dieser Entspannungsphasen im Alltag z.B. vor den Hausaufgaben oder am Abend vor dem Einschlafen. Auch einfach nur mit den Eltern kuscheln oder erzählen am Abend vor dem Einschlafen hillft zu entspannen.

Sport

Die hyperaktiven Kinder, aber auch die Träumerle, brauchen zum Ausgleich die Gelegenheit Sport zu machen. Dies ist nicht immer einfach, da das Eingliedern in z.B. Sportgruppen bereits wieder zu Problemen führen kann, da das Sozialverhalten oft nicht stimmt. Leider möchten manche Kinder keinen Sport machen, da dies nun wieder eine gewisse Pflicht d.h. Stress bedeutet. Hier ist es wichtig etwas zu finden, was dem Kind wirklich Spass macht. Vielleicht auch eine Einzelsportart, die nicht den Gruppendruck beinhaltet. Sollte das Kind auch nichts eingehen wollen, kann man versuchen über einen Trick oder Umweg den Zugang zu einer Sportart zu schaffen. ADHS-Kinder lassen sich kaum etwas aufzwingen.

Kontakte zu anderen Kindern

Oft tun sich ADHS-Kinder im Sozialverhalten sehr schwer. Das führt nicht selten dazu, daß sie außerhalb der Schule kaum Freunde oder Spielkameraden haben. Die Eltern sollten daher immer wieder versuchen Kontakte zu unterstützen und zu fördern. Dies ist natürlich oft sehr anstrengend und zeitintensiv für die Eltern, da ADHS-Kinder dies meistens nicht alleine können. Unbeschwerte Spielsituationen, wenn dann die Kontakte geknüpft sind, sind oftmals auch nur ein Wunschtraum, da die ADHS-Kinder immer wieder "anecken". Aber auch da gilt es nicht aufzugeben, denn ADHS-Kinder müssen einfach lernen, wie man mit anderen Menschen umgeht.